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Das Attentat von Sarajevo

Das Attentat von Sarajevo 1914 an den Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich-Ungarn.

Am 28. Juni 1914 wurden beim Attentat von Sarajevo der Thronfolger Österreich-Ungarns, Erzherzog Franz Ferdinand, und seine Ehefrau Sophie Chotek, Herzogin von Hohenberg von dem Attentäter Gavrilo Princip ermordet.

Der Erzherzog Franz Ferdinand begab sich von einem Treffen mit dem deutschen Kaiser Wilhelm II. nach Sarajevo, um dem Abschluss der Manöver des k.u.k. XV. und XVI. Korps in Bosnien beizuwohnen. An diesem Tag fiel der Veitstag (Vidovdan) mit dem 525. Jahrestag der Schlacht auf dem Amselfeld zusammen. Für viele Serben ein symbolisches Datum. Da dennoch niemand mit Gefahr rechnete, fielen die Sicherheitsvorkehrungen gering aus. Der Zeitplan und die Fahrtroute des Thronfolgers wurden Wochen vor dem Besuch in den Zeitungen öffentlich bekannt gegeben. Die Ankunft Franz Ferdinands in Sarajevo war auf die Minute genau angekündigt, was die Ausführung des Attentats erleichterte. Von diesem bevorstehenden Besuch Franz Ferdinands erfuhren auch drei Mitglieder der proserbischen bosnischen Jugendorganisation Mlada Bosna (Junges Bosnien) und entschlossen sich zu einem Attentat auf ihn. Gavrilo Princip, ein 19-jähriger Gymnasiast, Nedeljko Cabrinovic, ein 19-jähriger Druckergeselle, und Trifun Grabež, ein 18-jähriger Schulabbrecher.

Erzherzog Franz Ferdinand und seine Frau fuhren in einer Kolonne aus sechs Autos auf dem Appel-Kai entlang des Miljacka-Flusses zum Rathaus von Sarajevo. Im zweiten Fahrzeug saßen Franz Ferdinand und seine Gemahlin Sophie, ihnen gegenüber Landeschef Potiorek. Nedeljko Cabrinovic, der Attentäter auf der Route, schlug die Sicherung seiner Bombe an einem Laternenmast ab und warf sie in Richtung des Wagens von Erzherzog Franz Ferdinand. Der Fahrer bemerkte das Objekt und gab Gas, während Franz Ferdinand den Arm hob, um seine Frau zu schützen. Die Bombe prallte von Franz Ferdinands Arm ab, fiel über das zurückgelegte Verdeck des Wagens nach hinten und explodierte kurz vor dem dritten Auto, wobei die Insassen Oberstleutnant Merizzi und Graf Boos-Waldeck verletzt wurden. Nachdem Oberstleutnant Merizzi nur leicht verletzt war und in das Garnisonskrankenhaus gebracht worden war, befahl Franz Ferdinand, dass die Fahrt fortgesetzt werde.

Nach dem Besuch im Rathaus verfügte Franz Ferdinand eine Änderung der Route. Er wollte nicht wie geplant direkt zum Museum fahren, sondern auch den beim Anschlag verletzten Merizzi im Krankenhaus besuchen. Das Krankenhaus lag allerdings am anderen Ende der Stadt. Entgegen den Anweisungen bog die Wagenkolonne auf Höhe der über die Miljacka führenden Lateinerbrücke aber in die ursprünglich geplante Route ein. Nicht hinreichend über die neue Route orientiert, legte der Fahrer den Rückwärtsgang ein, um zurück auf den Kai zu gelangen. Dabei stand das Fahrzeug einige Sekunden still. Das sah auch Gavrilo Princip, eilte auf die Straße, zog seine Pistole und schoss aus wenigen Metern Entfernung zwei Mal auf den Thronfolger Franz Ferdinand. Das erste Projektil traf die Gemahlin Sophie Chotek in den Unterleib und fügte ihr dort eine Reihe von Verletzungen zu, an der sie noch im Wagen selbst innerlich verblutete. Unmittelbar danach fiel der zweite Schuss, welcher Franz Ferdinand in den Hals traf, seine Halsvene zerriss und seine Luftröhre verletzte. Der Thronfolger blutete nicht nur aus der Einschusswunde selbst, sondern vor allem durch die verletzte Luftröhre, die wiederum von der verletzten Halsvene gespeist wurde und unterlag kurz darauf seinen Verletzungen.

Das Attentat in der bosnischen Hauptstadt löste die so genannte Julikrise aus, die schließlich zum Ersten Weltkrieg führte.

     
     
     
     
     
     
     

 

 















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