ÖsterreichUngarn
Österreich-Ungarn

Bosnien-Herzegowina

Österreich-Ungarn 1867-1918: Bosnien-Herzegowina

Bosnien-Herzegowina hatte eine Fläche von 51.200 km² und im Jahr 1914 2.075.800 Einwohner.
Die Hauptstadt Bosnien-Herzegowinas war Sarajewo.

Der Berliner Kongress (Imanuel Geiss: Der Berliner Kongress 1878. Protokolle und Materialien) stellte 1878 die osmanischen Provinzen Bosnien, Herzegowina sowie den Sandschak von Novipazar unter österreichisch-ungarischer Verwaltung. Formal blieb Bosnien noch bis Annexion 1908 Teil des Osmanischen Reiches (Klaus Kreiser: Der Osmanische Staat 1300-1922 ).
Gegen beträchtlichen Widerstand von Partisanen wurde Bosnien-Herzegowina von der österreichisch-ungarischen Armee besetzt. Weil man sich in der Donaumonarchie nicht entscheiden konnte, zu welcher Reichshälfte die Neuerwerbungen kommen sollten, wurde die Verwaltung dem gemeinsamen k.u.k. Finanzministerium übertragen. Die österreichischen Beamten prägten in dieser Zeit den Doppelnamen Bosnien-Herzegowina, der bis heute die Bezeichnung des Landes ist.
In der Folge schuf die k. und k. Verwaltung ein leistungsfähiges Schul- und Sanitätswesen und ermöglichte eine gute wirtschaftliche Entwicklung. In österreichischer Zeit begann die industrielle Ausbeutung der Bodenschätze und Wälder Bosnien-Herzegowinas, wobei jedoch mit Augenmaß vorgegangen wurde (Aufforstungsprojekte und dergl.) Schmalspurige Eisenbahnlinien und wichtige Fernstraßen wurden errichtet. Für die ersten Ansätze der Industrialisierung waren Fachkräfte notwendig. Dies führte von 1880-1910 zur Zuwanderung von Menschen aus anderen Teilen der Donaumonarchie. Darunter waren neben Deutschen und Tschechen auch Polen, Slowenen und Ruthenen. Manche dieser Einwanderer erwarben auch Grundbesitz und waren als Bauern tätig.

Bei ihrer Herrschaft stützten sich die Österreicher auch auf die alten muslimischen Eliten, die sie durch verschiedene Maßnahmen für sich einzunehmen wussten. So wurde der Islam als gleichberechtigte Religion staatlich anerkannt. Österreich-Ungarn war zu Beginn des 20. Jahrhunderts der einzige christlich dominierte Staat, der gesetzlich geregelte Beziehungen zu einer muslimischen Glaubensgemeinschaft unterhielt und daher unter anderem auch muslimischen Religionsunterricht an den Schulen erteilen ließ, Militär-Imame in der Armee unterhielt, eine muslimische Gefangenenseelsorge organisierte, den religiösen Einrichtungen das Selbstverwaltungsrecht einräumte und ihnen den Status einer Körperschaft öffentlichen Rechts gab. Das aus diesem Anlass 1912 erlassene Islamgesetz steht weitgehend unverändert in der Republik Österreich weiterhin in Kraft. Wichtiger für die guten Beziehungen zur alten bosnischen Elite war aber, dass die österreichische Verwaltung die Verhältnisse auf dem Land im Großen und Ganzen unangetastet ließ. Die durchgeführte Agrarreform brachte nur für eine kleine Anzahl von Pächtern eigenen Grundbesitz und die Ablösung von der Untertänigkeit unter die muslimischen Agas. So positiv sich das auf die Beziehungen der Österreicher zu den muslimischen Eliten auswirkte, so unzufrieden waren deswegen vor allem die serbischen Bauern.
Die formelle Annexion von Bosnien-Herzegowina durch Österreich-Ungarn 1908 löste eine europäische Krise aus. Das Land wurde auch jetzt keiner Reichshälfte zugeteilt, sondern weiter vom gemeinsamen Finanzministerium verwaltet. Nach der Verfassung von 1910 erhielt Bosnien-Herzegowina eine eigene Landesregierung mit Landeschef und Landtag. Vor dem Ersten Weltkrieg wurden einmal Landtagswahlen abgehalten.
1914 war Sarajevo Schauplatz des Attentates an Franz Ferdinand.
 
     
     
     
     

 













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